Kliniktagebuch Woche 6 und 7

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Letzte Woche habt ihr mein Tagebuch vielleicht vermisst. Doch über 2 Tage zu schreiben, hätte sich nicht wirklich gelohnt, zudem es in dieser Woche ja auch nur 3 Tage waren. Nun fasse ich das einfach zusammen und schon sind wir wieder bei einer kompletten Woche^^

Die zwei Tage nach Weihnachten waren sehr entspannt. Es gab keine Einzeltherapie und auch die meisten Gruppentherapien fielen aus. Alle waren noch in weihnachtlicher Stimmung, egal ob Patienten oder Therapeuten und Schwestern. Im Grunde genommen, war es fast wie ein Aufenthalt im Ferienlager^^ Wir waren viel in der Ergotherapie, haben Sport getrieben oder zusammen Gesellschaftsspiele oder Karten gespielt.

In den zwei Tagen habe ich auch gemerkt, dass es mir in der Tagesklinik wirklich gut gefällt, ich habe mich nach den Feiertagen richtig darauf gefreut, wieder mit den anderen zusammen zu sein.

In dieser Woche ging bedeuten, dass ich nicht regelmässig in der Klinik ankommen würde. Also noch eine Woche Taxi und… weiter üben!

Auch in der Angsttherapie ist viel passiert. Wir waren nur zu dritt und die Therapiestunde war demzufolge auch sehr intensiv. Unsere Therapeutin hat sich viel Zeit für jeden von uns genommen. So meinte sie zum Beispiel zu mir, ich sollte irgendeinen Kampfsport erlernen, da meine ursprüngliche Angst ja eine sehr reale Angst ist. Wer schon länger hier auf dem Blog liest, weiss, dass ich massive Probleme mit meinem Exmann hatte und dies wahrscheinlich dann sozusagen wieder der Ernst des Lebens los und es war recht anstrengend. Bereits am Mittwoch warteten mehrere Termine auf mich – wöchentliche Visite, EKG und Angsttherapiegruppe…

In der Visite wurde wieder diskutiert, ob ich denn noch einen Fahrdienst genehmigt bekomme. Alleine Bus fahren funktioniert nämlich immer noch nicht. Ich übe jeden Tag, aber wenn ich von 5 Versuchen nur einmal auch wirklich in den Bus steige, würde das

auch der Grund für meine Erkrankung ist. Also hmm… Kampfsport? Da muss ich mich noch gründlich mit auseinander setzen.

Einige Hausaufgaben bekamen wir zudem noch mit und mit denen hab ich Einiges zu tun. Ob ich es geschafft habe, erzähle ich euch nächste Woche.

Es geht nach wie vor sehr langsam bei mir voran und ich bezweifle auch nach wie vor, ob das Ganze letztendlich von Erfolg gekrönt ist. Aber eines ist mir inzwischen bewusst geworden – die Tagesklinik gibt mir Sicherheit und Struktur. Ich habe jeden Tag ein Ziel. Ich bin mit anderen Menschen zusammen und merke, wie mir gerade dies lange Zeit gefehlt hat. Also mache ich weiter und kämpfe mich durch!

Eure Nicole

Eine Antwort auf “Kliniktagebuch Woche 6 und 7”

  1. Genau darum möchte ich es auch nochmals in der Tagesklinik versuchen!
    Einfach mal wieder mit Gleichgesinnten plaudern und sich nicht erklären müssen…hab sovieles ausprobiert und bis dato nix bei rum gekommen ! Tabletten darf ich nicht nehmen,da ich Herzkrank bin und einen Implantierten defi trage 😕trotzdem möchte ich wissen woher meine Urangst kommt ! Eigentlich bis jetzt noch nichts genaues…wünsche dir ein schönes Wochenende

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